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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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in dem Walde, wo ihr Asverus begegnet, allen ihren Holzbedarfzu schlagen, wofür sie bei Braut- und Leichenzügcn ein Rauch-huhn zu entrichten hat.

St. Sophien tag. Heute hatte ich einen lieben stillenTag, das treue Mutterherz, das Rothkehlchen unter meinemDache weckte mich gar früh mit seinem Liebchen, ich steckte denKopf durchs Fenster und belauschte es, wie es mit dem erstenSonnenstrahl oben am Giebel gar einfältiglich in Muttersorgenüberlegte, wo und wie es sein Nestchen am sichersten bauen solle.Da fiel mir mein Herzgespann ein, dessen Fest heut' war, und ichlief an einen schattigen feuchten Ort der Wiese, wo das Sophien-kräutlein, Souneuthau, Sonnenbraut stand, dessen große Heilkraftmir Wohl bekannt ist, und flocht ich ein Kränzlein daraus, undkaufte zwei gleiche seidene Tüchlein, eins für sie und eins fürmich, und brachte Kranz und Tüchlein meinem lieben Herzgespann,und war selig mit ihr den ganzen Tag. Das Verslein aber,das ich ihr schrieb, lautete also:

Dies Kränzlein von Sophicnkraut,

Weil's deinen Namen führet,

Und weil es heißet Sonnenbraut,

Dir liebstes Herz gehühret,

Steht sonnig es in offner Au',

Steht schattig es verhüllet,

Heißt immer es doch Sonnenthau,

Weil milder Thau es füllet.

Der Thau aus seinem Innern quillt,

Er ist nicht drauf geregnet,

Drum ist, lieb' Herz, dein EbenbildMir segnend drin begegnet.

Wer Sonnenthau im Herzen trägt,

Hat Schutz vor Zaubereien,

Und muß, eh' er sich schlafen legt,

Wie du dem Feind verzeihen.