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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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der ewige Jude sei gesehen worden, und glaubte selbst Serpoletaihn gestern im Walde gesehen zu haben, und beschrieb ihn garkläglich und irrend, und wollte nicht sagen, was sie mit ihmgehabt. Ich erzählte aber, wie mein seliger Herr Vater inEngland einen gelehrten Mönch, Mathias Paris, besucht, sei zudiesem ein reisender Bischof aus Armenien gekommen und habeerzählt, daß er den ewigen Juden selbst gesprochen, der den kreuz-tragenden Herrn nicht bei sich ruhen lassen, und nun ewig ohneRuhe und Rast zur Warnung herumziehen und suchen müsse. Dasprach Serpoleta:Ja, zur Warnung, denn er sprach zu mir,da ich ihm ein Almosen bot:

Schön' Dank! ich brauch' nicht Gut noch Geld,

Mir fehlt, was ich versaget,

Hab Müdem keinen Sitz gestellt,

Werd' ruhlos nmgejaget.

Kömmt je mit seinem Kreuz zu dirEin müder Mann gegangen.

Lass' ruhen ihn und schenke mirDie Lieb', die er empfangen.

Sitz' zu ihm, hör' ihn an mit Huld,

In ihm dem Herrn dies thue,

Dann zahlst du mild an meiner SchuldUnd hilfst zu meiner Ruhe!"

Er sah mich scharf und traurig babei an und eilte durchdie Büsche weg. Ich höre sie noch hinter ihm rauschen. Mirward so bang seit seinem Blick, ich fühlte mich ohne Ruhe, bisich den ersten besten Kreuzträger eingeladen, bei mir zu ruhenund mir sein Leid zu klagen, da ward mir besser. Ich bittedas arme Kind von Hennegau, ein Ordensgesetz hierauf zu grün-den." Mich rührte die Erfahrung Serpoleta's, und ich willfahrteihr mit dem Gesetze, die Bedrängten bei uns ruhen zu lassenund huldvoll anzuhören. Da Serpoleta mir sagte: ihre undvieler Armen Schornsteine rauchten nicht, gab ich ihr das Recht,