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er: „Wen sollte das tiefer treffen als uns, die wir hier imLande Hennegau leben; aber wie steht es mit den Küchlein, ogab' ihnen Gott eine Henne, die sie unter ihre Flügel versammelt.— O, gnädige Gräfin Amey, gedenket der armen Kinder!"' —Da sagte ich: „Habt Dank, hochwürdiger Herr! ja, so GottSegen gibt, will ich ihnen eine Henne werden und meine hieranwesenden Gespielinnen werden mir helfen." Da erhoben diesesich sämmtlich und sprachen: „Ja, mit Gottes Gnade, das sollwahr sein!" Da segnete Jacob von Gnise neun Schaupfennige,und gab sie uns am Rosenkranz zu tragen. Es ist aber auf dereinen Seite eine Gluckhenne abgebildet, welche ihre Küchlein mitden Flügeln decket und auf der andern Seite stehen die Worte:„Nähre und schirme." Diese Pfennige hatte der gute Mann unszur Mahnung prägen lassen, denn er hatte im Gebet erkannt,mein Herz sei kein steiniger Acker, wenn gleich hier und da eineHeerstraße; darum wollte er es einzäunen. Gott segne seinenWillen an mir! — Ich entschloß mich nun fest, gleich nachOstern eine Ordnung mit meinen Gespielen zum Besten derarmen Kinder zu treffen.
Charsamstag. Heute sprach ich nochmals mit Jacob vonGuise über mein Vorhaben, und er ermähnte mich, daß doch Alles,was ich hiezu verordne, einfältig, demüthig, fromm und freudigsein möge; ich solle mich mit meinen Andachten und Lesungenan das halten, was die Kirche das Jahr hindurch feiere, undalles Besondere ablegen, dieses sei das geistliche Brod, das ichden armen Kindern täglich gehörig zertheilet spenden solle, außer-dem solle ich ihnen auch mit dem leiblichen Brode treue Vorsorgethun. Er machte mir Hiebei eine gar rührende Auslegung desVaterunser, welche die ganze Regel des weltlichen Ordensenthält, den ich stiften will unter dem Namen der freudigen,frommen Kinder. Dessen Aufgabe aber soll sein, daß die Kindervon Hennegau freudig und fromm werden; dazu aber gehöret