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gute alte Laurenburger Knecht so geordnet, daß er seines Leidesdesto eher vergessen und ein neues Leben anfangen möge.
Nachdem ich mich genugsam über Alles gewundert, nahmich den Wein und die Würze, was von dem Geschenke derLaurenburgerin noch übrig war, und brachte es dem Vaterhinaus, der reichte den Krug dem Ritter. Da trank der Herr,und mußte ihm der Vater Bescheid thun. Auch sagte derRitter: „Das ist ein köstlicher Wein, den man wohl dem Kaiserbieten dürfte, Ihr habt ihn wohl aus einem Klosterkeller?Einem Edelmanne wächst solcher Wein nicht um die Lanze, derschmeckt nach dem Krummstabc." Mein Vater lächelte und sagte:„Gnädiger Herr, Ihr habt von dem Euren getrunken, aber erhat auf einem milden Fasse gelegen, denn Eure liebe Frau Jdahat diesen Trunk meiner seligen Agnes zur Labung gebracht, undwenn er Euch besser schmeckt, als zu Haus, so ist's, weil IhrGottes Segen schmecket." Da trank der Laurenburger nochmalsund sprach: „Wahrhaftig, in Gottes Segen soll man den Weinlegen, in Gottes Segen soll man des Weines pflegen, inGottes Segen gedeiht der Wein auf allen Wegen. Das Faß,aus dem Frau Jda diesen Krug gefüllt, muß mir eben so gutwerden. Ihr müßt mir wohl erlauben, daß ich es mit Euchhier oben austrinke, Kilian, da es mir so wohl bei Euchgeschmeckt." Da dankte mein Vater dem Ritter herzlich undsprach: „So Ihr einen armen Mann nicht verschmähet, willich Euren Zuspruch hoch in Ehren halten, aber Ihr müßtdann auch von meiner Wasserquelle hier trinken, da fließt auchGottes Segen drinn." Nun schied der Ritter freundlich vonuns mit den Seinen, und ich ging mit dem Vater in unsereinsames Hänslein, worin die Mutter nicht mehr war.