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Raffaels Disputa
Entstehung
Seite
169
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Iö9

voir so wunderbarer Schönheit sind sie auch; besonders aber sindes die reizenden Köpfchen; in denen uns der ganze Zauber derKunst des großen Urbinatcn entgegentritt."

Dieser Stich macht auf uns den Eindruck, als habe sich dasMetall unter der Hand des Künstlers erweicht und ihm gestattet,mit derselben Leichtigkeit seine Züge darauf auszuführen, wie derZeichner sie auf dem Papier hinwirft. Wir zweifeln nicht, daßdiese Entdeckung sich als wahr bewähren werde Z, und dann liefertsie den Beweis dafür, daß Raffael konnte, was er wollte, unddaß der Ausspruch Goethe's: Raffael habe immer gemacht, was erwollte, selbst auf ihn als Kupferstecher Anwendung findet.

Auf Raffael's Grabe im Pantheon oder der Kirche zur heil.Maria Nart^rss zu Rom ließt man die Worte:

Ills Irio sst Lapliasl tiinuit guo sosxits vinoiLsruin mnANs, parsns st inorisnts inorl.

l) Dieser bisher als vnieuin bekannte Abdruck wird als Faksimile getreucopirt, mit einer theilweisen Kopie des Stiches von Marc Anton und den Beweis-gründen des Herrn Prof. Müller demnächst in einer besonder» Schrift (Düssel-dorf, Vcrlagshandlung von Julius Buddeus) erscheinen.