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Raffaels Disputa
Entstehung
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Man nimmt wahr, daß mehrere Heiligen auf unserem BildeKreise, Nimbus, Glorien oder Lichtscheine um das Haupt haben,^urooli. Sie sind das Zeichen der Unsterblichkeit, Strahlen-kränze, die nie verwelken. Auch das Bild des Heilandes trägteinen solchen Strahlenkranz; dieser unterscheidet sich von den übri-gen durch ein Kreuz in demselben. Dies Kreuz weist auf dieKreuzigung Christi hin. Der himmlische Vater aber hat keinensolchen Lichtkreis um's Haupt; sondern eine viereckige Figur.Diese viereckige Figur geht in die Zahlengeheimnisse zurück, dieman bei allen alten Völkern findet, bei den Indiern wie bei denChinesen, bei den Egyptiern wie bei den Persern, bei den Griechenwie bei den Germanen. Drei ist die Zahl der Gottheit, vierist Zahl, Figur, Symbol des Universums. Das Viereck ist derKörper an sich, die Form aller Formen, die Signatur der Regel-mäßigkeit, die Vollendung der Form und somit die Form derSchönheit, daher denn die Welt: nnuiäus, Weltordnung,

Schmuck, Zierde genannt wird. Dieses Viereck um das Hauptdes Vaters bezeichnet ihn als den Schöpfer des Universums H.

Die Trinität ist von den Künstlern im Laufe der Zeit ausverschiedene Weise dargestellt worden. Der Grundtypus zur Dar-stellung derselben auf unserem Bilde ist sehr alt. Cyrillus vonJerusalem, welcher 386 starb, redet in seiner Prokatechesis seineCatechnmeuen also an:Jetzt schon denket euch die Chöre derEngel um Gott den Herrn des Weltalls sitzend; den eingeboruenSohn aber zu seiner Rechten mitregiercnd und den heiligen Geistdabei; die dienenden Throne und die Herrschaften?)." An einer an-deren Stelle sagt er:Die ganze Erde ist im Verhältnis; zu demHimmel nur ein Punkt; die Zahl der Engel aber, welche die

1) Didron äußert: 011 a äonno yuelyuefoiZ L Dien vt a visu 1e xsrs 6.ssrümdros earr68; rl est äifüeile ä'exxliguer es taltO).

2) kroeateeliösis XV.