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Raffaels Disputa
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Lichte, Inmon äs lumins: er sitzt in seiner Verklärung hier obenim Himmel, wie er im Sakramente auf dem Altäre gegenwärtigist; seine ganze Erscheinung ist Licht; er hat die Finsterniß besiegt,und als Sieger über die Finsterniß, die Hölle und den Tod,breitet er seine Arme aus, man erblickt seine Wunden, seine Sieges-zeichen; er hat die Arme geöffnet, um die ganze Welt an sich zuziehen und sie zu umfassen. Der Ausdruck seines Antlitzes istunaussprechliche Milde, Sanftmut!), Holdseligkeit und unsterblicheLiebe zu sterblichen Menschen. Könnte etwas über diese Liebeleuchten, so wäre es der Gehorsam des Sohnes. Wir erblickenihn hoch über den reinsten Wolken, ein weißes Lichtgewand bedecktihn bis an die Hüsten.Gewölk und Wolkennacht ist um ihn her H."Und Jesus wurde auf dem Berge verklärt, und sein Gewandwurde glänzend und überaus weiß wie Schnee, so weiß Niemandauf Erden es machen kann?)."Und es kam eine Wolke, die sieüberschattete 3)."

Wie Liebe, Milde, Sanftmnth aus dem Antlitz des Sohnes,so ist es die Majestät, die stille erhabene Größe, welche aus demAntlitz des Vaters spricht: «vrbü, c>7 «llrov xar tt; «vröu

ru von ihm geht Alles aus, auf ihn ist Alles, wie in

der Natur, so auch aus unserem Bilde, hingerichtet.

Unter dem Sohne erblicken wir in der Gestalt der Taube diedritte Person in der Gottheit, den heiligen Geist. Das Bild desheil. Geistes, die Taube, ist im Fluge dargestellt; der heil. Geistist nicht ausgegangen vom Vater und Sohne, sondern er gehtfort und fort vom Vater und Sohne aus, ein Strom des Lichtesund des Segens, des Lebens und des Heils stießt ununterbrochenfort vom Himmel zur Erde nieder. Wie der Sohn, so erscheintauch der heil. Geist von einem Licht-- und Strahlenkreise umgeben;nach allen Seiten hin in's Gevierte stießen die erleuchtenden Strahlen

1) Psalm 97, 2.

Evangel. Marci 9, 1. 2.

b) Daselbst 9, 6.

Paulus an die Römer 11, 36.