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schauen kann; in ihm eingeprägt wohnt der Abglanz seiner Herr-lichkeit und ausgegossen ruht ans ihm der Reichthum seines Gei-stes; die Himmel der Himmel und alle Kräfte in demselben, schufder Vater durch den Sohn: „Durch ibn ist Alles erschaffen imHimmel und auf Erden, was sichtbar ist und unsichtbar H".
So erblicken wir auf unserem Bilde in hocherhabener Höhe,im höchsten der Himmel den Vater in unzugänglichem Lichte, vonzahllosen Engeln umgeben, unter ihm den Sohn, in ihm den Ab-glanz seiner Herrlichkeit, von unendlichem Lichte umflossen, undan der dritten Stelle, der Erde, den Menschen, der Kirche amnächsten, den h. Geist; von ihm gehen die Strahlen aus, welchedie Erde erleuchten, das Feuer, welches die Erde erwärmt underhält.
Nicht vom Vater, aber vom Sohne gehen die leuchtenden Strah-len nach allen Seiten des Himmels aus; der Vater wohnt ineinem unzugänglichen Lichte. Der Sohn ist Licht vom Lichte,lumon 6o lumino, und nur durch ihn gelangt man zum Vater.Von beiden, dem Vater und Sohne, geht der h. Geist aus, dieErde mit den Strahlen ihres göttlichen Lichtes fort und fort er-hellend, erleuchtend, lenkend, regierend. Der h. Geist ist nicht aus-gegangen vom Vater und Sohne, sondern er geht fort und fortvom Vater und Sohne aus, gni u Mro llliogus prnoeäit ?), wieein lebendiger Lichtstrom, der sich ohne Unterbrechung als Lebens-strom vom Himmel aus die Erde ergießet.
Das Licht ist das höchste Symbol für das Geistige, das Gute,das Himmlische, das Göttliche, wie Finsterniß das Symbol desBösen. Alle Prädikate von dem Lichte entlehnt, bezeichnen guteEigenschaften oder Zustände; in dem heiteren klaren Geiste, derheiteren Seele herrscht das Lichtprinzip, wie in dem dunklen fin-stern Gemüthe, dem düstern Blicke das Princip des Bösen. Dasvon Gott abgewendete Wesen, der Böse, wohnt in der Finsterniß,
>) Paulus an die Kolosser 1, 16.
r) Nach der Lehre der griechischen Kirche geht der h. Geist aus vom Vaterdurch den Sohn.
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