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Raffaels Disputa
Entstehung
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zu welcher er gehört hat, und zeigt hin auf die Kirche und ihreLehre, zu welcher er selbst seine Schritte hiuweudet. Diese Stel-lung, welche Picus hier eiunimmt, indem er sich zur Kirchen-lehre hiuweudet, ist die Veranlassung zu der großen Erregtheit^welche sich in den Figuren und der Gruppe ausspricht, die er ver-läßt. Der eine dieser Philosophen zeigt auf Picus hi», ersagt es den Anderen, daß Picus sich von ihnen lossagc, und sowird die Figur, welche das offene Buch in der Hand hältauf das lebhafteste ergriffen, er zeigt mit der linken Hand in dasoffene Buch und versichert den Anderen mit der größten Entschie-denheit, daß die Wahrheit darin unverkennbar enthalten sei. DerJüngling zu seiner Linken ("), durch dieses Schauspiel lebhaft ge-spannt, bietet alle seine Geisteskraft auf, um die Wahrheit, die indiesem Buche enthalten ist, zu erfassen.

Wir haben oben schon darauf hiugewiesen, daß Vasari garkeine klare Vorstellung von den: Gegenstände hatte, der auf derDisputa und der Schule von Athen dargestellt worden, daß erden Leser verwirrt, statt ihn zu unterrichten. Er harte manchesgehört, ohne genau zu wissen, was, ohne dem Vernommenen diegehörige Stelle anzuweisen, wie wenn er die Bilder selbst nie vorAngen gehabt hätte. Er berichtet, was wir wissen, daß Raffaelin Rom in der Oamern clolla, ZeAnutnra mit seinen Arbeiten be-gonnen habe. Oomineio, sagt er, nella damera äella LeZuaturauns. storia gnsiulo i teoloZi aoeorclano la tllosotm e I'uKtroloAiaeon In teoloAia H. Ein solches Bestreben, die Theologie, wenn auchnicht blos mit der Astrologie, aber doch mit der Theosophie, derKabbalistik u. s. w. in Uebereinstimmung zu bringen, dies habenwir in unserem Bilde in der oben bezcichneten Gruppe erkannt.Vasari überträgt Dinge, die der Disputa angehören, auf die Schulevon Athen, warum sollte er hier nicht ein Gleiches gethan haben?Warum sollte er nicht, was ihm von einem Theile, von einerGruppe erzählt worden war, auf das ganze Bild, auf beide Bilder

0 Vasari a. a. O. S. 44.