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Raffaels Disputa
Entstehung
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als der des Curtius, dessen Palme auf weniger reinem Boden,als die des Justinus gewachsen war.

Wenn Justin, der dem apostolischen Zeitalter so nahe stand,der hervorragendste unter den apologetischen Schriftstellern grie-chischer Zunge, seine Stelle so nahe bei dem Altäre einnimmt, soist dies allein hieraus schon zu erklären. Es tritt aber ein neuerGrund hinzu; denn von den alten Schriftstellern, welche Zeugnis;für die Lehre von der Eucharistie gegeben, steht das glänzendeZeugnis; dieses Philosophen an der zweiten Stelle!

Die alten Philosophen zeichneten sich durch eine eigenthümlicheTracht aus. Ueberhaupt war Alles bei den Alten weniger getheiltund getrennt. Der Philosoph, welcher die Weisheit lehrte, solltediese auch in seinem Aeußeren darstellen; er sollte wie sein Wissenüber den weltlichen Glanz erhaben sein, deswegen trug er einengroben Mantel und ließ den Bart wachsen. Justin behielt dieseArt der Bekleidung, auch nachdem er Christ geworden war, bei,um desto leichter Eingang bei den Heiden zu finden, und Ter-tullian, ein genialer afrikanischer Schriftsteller, nahm, nachdem erChrist geworden war, den Philosophenmantel an. Jener Mantelund der Bart ist, mit allem anderen zusammengenommen, das sichereKennzeichen, daß wir in dieser Figur den h. Justin und keinenanderen zu erkennen haben.

Wir hätten zuerst von der auf der entgegengesetzten Seite stehen-den Figur dem Geistlichen nämlich, sprechen sollen, der imgrünen, mit Gold gestickten Bischofsgewande und in lebhafter Er-regung mit beiden ausgestreckten Armen auf die Monstranz, diewir auf dem Altäre erblicken, hinzeigt. Wir haben dieses nichtgethan, weil uns die gefundene Erklärung den Weg zeigt, den wirzu gehen haben, um diese letztere Figur zu bestimmen.

Man hat, wie Platner berichtet, diese Figur für den h. Jo-hannes Chrysostomus erklärt, eine Erklärung, welcher Platner seineZustimmung versagt, ohne eine andere aufzustellen; Passavant meint,man habe sie vielleicht für den letzten der Kirchenväter, den h.Bernhard, zu nehmen; Grnyer läßt die Figur ganz unbestimmt,