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Raffaels Disputa
Entstehung
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vandalischen Zerstörungen in Afrika; dem Schmerz, den Untergangseiner Stadt mit anzusehen, entging er durch den Tod.

Ans unserem Bilde ist dieser unermüdete Denker und Schrift-steller (Z dargestellt, wie er einem Jünglinge (?) diktirt. Wir erkennenin seinem Antlitze eine überaus wohlthuende Klarheit, Ruhe undMilde; das Leben aber, was sich in dieser ganzen Figur ausspricht,ist von ergreifender Wahrheit und unerreichbarer Schönheit! Umdiese Bilder, die des h. Augustinus und des h. Hieronymus zuergründen, muß man sie beide vergleichend betrachten.

Zur Rechten des h. Augustinus sitzt der h. Ambrosius (Z, unddem h. Hieronymus zur Rechten erblicken wir Gregor den GroßenHieronymus und Augustinus sind in ihre Studien vertieft, Ambro-sius und Gregor der Große wenden ihre Blicke nicht in die Tiefender Wissenschaft; sie sind mehr empfangend, und deswegen ist ihrBlick nach oben gewandt; Beide waren Gelehrte und haben gelehrteWerke hinterlassen; aber sie erreichen darin die erstgenannten nicht.Sie zeichneten sich durch ihr praktisches Eingreifen in die Verwal-tung der Kirche und durch die Sorgfalt aus, welche sie der Gestal-tung der äußeren Gottesverehrung, der Liturgie und dem Kirchen-gesange zuwandten. Daher ist ihr Blick nach oben gewandt, umvon dort ihre heiligen Inspirationen zu empfangen. Von ihnenhat man folgende Sage. Ambrosius und Gregorius hatten beideeine Liturgie verfaßt; man wußte nicht, welcher man den Vorzuggeben sollte; man gab die Entscheidung einer höheren Macht an-heim, indem man beide Liturgieen in der Kirche zu Mailand nieder-legte und die Kirche verschließen ließ. Am anderen Morgen warendie Blätter aus der Liturgie Gregors des Großen durch die ganzeKirche zerstreut; die Liturgie des heil. Ambrosius war unverletzt.Daraus entnahm man, die Liturgie Gregors sei für die gesammteKirche, die des heil. Ambrosius blos für die Kirche von Mailandbestimmt. Die ambrosianische Liturgie hat sich bis jetzt in der Ka-thedrale zu Mailand erhalten.

Ambrosius ist wahrscheinlich zu Trier geboren, wo sein VaterStatthalter des römischen Gallien war. Er selbst war Statthalter