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Raffaels Disputa
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suchten; deshalb habe Raffael alle weisen Männer der Welt zu-sammengestellt, welche in verschiedener Weise dispntiren: alleäispllikmo in vari moäiH. Diese Deutung ist mit der wei-teren Ausführung bei Vasari so willkürlich, als die andereauf einem Stich von 1550, welche die Schule von Athen fürdie Philosophen des Areiopag's erklärt, mit denen der ApostelPaulus, wie die Apostelgeschichte 17, 22 berichtet, disputirte?)!Weit verständiger, obgleich nicht zutreffend, ist die Erklärung aufeinem der ältesten Stiche der Disputa von Georgius Mantuanusvom Jahr 1552, Wo es heißt: 6olIsuäsnt die trini uniusguo Ooimsioststem eoolites sämirsntur so religiöse säorant ssorossnetseeoelosiss proooros. Huis vol Istorum oxoinplo provoeatus xio-tatoiu non inüammotur ? Der Jrrthum des Vasari wird alleindurch den Anblick der Nebenbilder aufgedeckt. Denn über jedemder vier Hauptbilder ist in den vier großen Runden eine Figurgemalt, die man als Ueberschristen für die einzelnen großen Ge-mälde betrachten kann. Ueber der Schule von Athen findet sichdie allegorische Figur der Philosophie, über dem Parnaß die alle-gorische Figur der Poesie, über der Jurisprudenz die allegorischeFigur der Gerechtigkeit, und über der Disputa die allegorischeFigur der Theologie, und zwar mit der Aufschrift: Horum äivi-usrum notitis: Erkenntniß der göttlichen Dinge.

Es finden sich ferner in den Deckengemälden dieser Stanzen,welche in den oblongen Feldern dargestellt find, die durch die Eckender Decke gebildet werden, in jedesmaliger Beziehung auf dasHauptbild Adam und Eva, das Urtheil Salomon's, eine weiblicheFigur, welche die Erdkugel mit Verwunderung betrachtet, und das

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3) S. Vasari a. a. O. Note des römischen Herausgebers.

3)Hier wird die Majestät des dreieinigen Gottes von den Himmlischengepriesen, von den Häuptern der Kirche mit frommem Staunen angebetet. Wersollte, durch das Beispiel derselben erregt, zur Andacht nicht entflammt werden?"

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