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fache i). Was ursprünglich in einer Idee streng gebunden war, löst,entwickelt sich allmählig, Geist und Form, Inhalt und Darstellungdurchdringen sich und heben die Kunst der Malerei auf den höchstenGipfel der Vollendung. Die Maler, von verschiedenen Einflüssenbestimmt, gehen nach verschiedenen Richtungen auseinander. Diesegehen mit Leonardo und folgen seinem grüblerischen, Alles durch-forschenden Verstände, die Anderen gehen mit Tizian, werden geleitetdurch die einfache äußerliche Wahrheit der Natur; jene mit MichelAngolo werden von einer riesenhaften Phantasie und magischen Tiefedes Gefühls überwältigt; Andere, Angelico da Fiesole und PietroPerugino, verharren, der alten Richtung getreu, im Centro desHeiligen. Raffael aber, an der Grenze desselben angekommen,fand die Grenze seines irdischen Daseins. Er starb am Jahres-tage seiner Geburt, am Charfreitage 1520, in seinem sieben unddreißigsten Lebensjahre! Sein letztes großes Bild, die Transfigu-ration, noch nicht ganz vollendet, war bei seinem Sarge aufgestellt!
O. Müller, Handbuch der Archäologie der Kunst, §. 133.
Braun: Dißputa.
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