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erst dann wieder znr Sprache kommt, wenn sie sich aus dessen Näheentsernt hat.
Mit wem man Michel Angola, der Maler, Bildhauer, Bau-meister und Dichter zugleich war, auch vergleichen möge, kein Vergleicherschöpft ganz das Verglichene: man mag ihn den Dante der Kunst Z,den Aeschylos der griechischen Tragödie, den Mirabcau des franzö-sischen Parlaments, den Byron Großbritanniens nennen, wenn manGeister, wie die letztgenannten, die auf's Zerstören gerichtet waren,mit solchen vergleichen kann, die nicht zerstören, sondern schaffen.
Daß ein solcher Geist mehr zur Skulptur, als zu den anderenKünsten hinneigte, läßt sich, auch abgesehen von anderen Erklärnngs-gründcn, aus der Natur dieses Geistes und aus dem Charakterder Skulptur selbst erklären.
Die Skulptur ist vielleicht die einfachste, zugleich aber die er-habenste und schwerste aller Künste. Mehr Kunst, als jede andere,und rein gesondert vom wirklichen Leben, kann sie auch nicht ein-mal scheinen, uns durch eine nachahmende Natürlichkeit täuschen,oder durch den Reiz dessen, was blos angenehm ist, bestechen zuwollen. Im Gegentheil, wo sie in. Ganzen wirken kann, erregtsie in unbefangenen und fähigen Gemüthern beim ersten Eindruckein Erstaunen, das eher an Erschrecken gränzt. Erstaunen wirdin uns rege, wenn wir zuerst die rasche Kraft und Lust des leben-digsten Lebens so in gediegenen, fast unbezwinglichen Massen zu-sammengedrängt, in beweglicher und doch starrer Ewigkeit vor unshingestellt sehen; und eben diese Empfindung muß es hervorbringeu,wenn wir uns nun sammeln und darüber Nachdenken, wie einsolcher Abgrund von Kühnheit und Kunst in der Brust des Menschengefunden werden kann. Dieser Charakter der Plastik spricht sichauch in der Betrachtung selbst aus; denn diese ist dem Gemäldegegenüber mittheilend, während die Erhabenheit des plastischenKunstwerkes fast gebieterisch schweigende Bewunderung fordert.
Diesem Charakter der Plastik entspricht auch die Geschichte.Denn außerdem, was wir den Egyptiern in dieser Kunst zuzu-
II Oants äslls artl.