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gegen einige dunckele Zweifel.
Die ummigangbare Nothwendigkeit dieser Grundregel, istin allen Sprachen und Wissenschaften so klar und ausge-macht,
zu so grossen und so vielen Absichten, (die ohne unumschrenckteKräfte unmöglich könnten erhalten werden , geschweige zurExistenz gebracht seyn;) einiger maßen durchgehen undzeigenwölke, wie man aus alle dem wohl „„gemein schön, aber dochnoch so unglaublich unvollkommen auf die Mniacht desgroßenSchöpfers schließen könne ? Es würde sich daraus sehr klarergeben, wie unser Begriff von der Allmacht Gottes nach al-ler ersinnltchen Bemühung doch noch so gering, dunkel, kleinund unvollkommen bleiben müsse. Wie geringe Dinge werdenwir denn erst von der Weisheit Gottes zugedcncken capable stvn;und wie noch viel geringer von den andern Vollkommenhei.ten Gottes, die uns nicht so gerade zu und hellstrahlend, alsdiese beyde in die Augen fallen ? Und dis würde des selige,rHuÄoris Satz, saß jeder menschlicher Verstand dem unbe-greiflich hohen Gott nicht nur die allernefste Ehrfurchtschuldig sey, klarstes) gnug erweisen, sondern auch darthlin,daß der allerscharfsinniqste und Zeitlebens cultivirteste Ver-stand nicht einmal tüchtig, geschweige denn würdig sey, diesemAllerhöchsten Wesen anständige Gedancken und Begriffe vonseiner Hoheit zu haben , mithin noch viel weniger ihn nachWürden und Billigkeit anzubeten, wo nicht das Hauptwerckdazu kömmt. Nöm. 8,26.27.28-
Eben dis erweiset der ^uKor von unser» kleinen Begriffen,die wir von Gottes Weisheit haben. Wir machen uns dieseBegriffe abcrmahl aus den Proben, kleinlich den ungcmeinweislich eingerichteten Wercken Gottes, die entweder mate-rialisch oder unmaterialisch sind. Bey jenen, den sichtbaren,siehet er auf ihre vortrefliche Strucrur; auf ihre entsetzlichgrosse Mannigfaltigkeit und Anzahl; auf ihre wunderschöneProportion in sich selber, unter einander und gegen die gantzeWelt; und auf ihre ungemein wohlbedachte Connexion undDependentz, nach welcher immer eins dem anderen Handrei-chung thun muß. Von diesen, den unsichtbaren spricht er42. „ Es ist leicht zu gedencken, daß die göttlichen„Vollkommenheiten nicht so accurat und vollständig in den„leiblichen und sichtbaren Creaturen ausgedruckt, mithin auch»daraus geschlossen und erkannt werden können, als aus der»vernünftigen und immaterialischen Seele des Menschen,