Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
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gegen einige dunckele Zweifel. 6z

mit seinen rebellischen Unterthanen auszusöhnen? So nunbis in aller Welt für ungereimt, und vernünftigen Men-schen für unanständig geachtet wird: wer könte sich doch be.reden lassen, daß sich dergleichen für göttliche Majestät schi-cken könte?

Man kan demnach in dem hohen Geheimniße von unsereralso veranstalteten Erlösung gar nichts antreffen, daße>ner in der Unrerrbänigkeir unter Gorr stehendenVernunft irgend worinnen zuwider wäre. Jeder,man muß zugeben, daß Gott Recht und Macht habe, vomMenschen zu fordern, daß er seine Rathschlüsse und Statu-ta glaube, wenn sie auch wider alle Kräfte, und wider alleArten der Vernunft zu gehen schienen. Hie aber ist allesmit einer gesund wordenen Vernunft gantz wol übereinstim.mend, so bald man es nur recht begriffen hat. Jsts dennz. E. nicht vernünftig, zu sagen, in Gott müsse so wol Gerrechtigkeit als Gnade im allerhöchsten Grad und Verständebeysammen seyn, und gleichwol in der allerhöchsten Einig,keit und Übereinstimmung? Können sie nun einander nichtentgegen seyn: Jsts denn nicht vernünftig zu sagen, daß siein einem gewissen Temperament und Vertrag über der Men-schen ihren Verfall und Restitution sind überein gekommen?Welcher Weg aber hatte der Majestät Gottes gemäßer undbilliger seyn können, als durch eine geforderte und geleisteteSatisfaction?

Man mercke darauf; die göttliche Gerechtigkeit for.dert entweder die allervollkommenste Satisfaction, oder dieewige Bestrafung der gottlosen Sünder mit einem ganh un-nachgebenden Eifer. Da wir unmöglich selber konnten ge.nug thun, so fordert sie ein frembdeS Löse-Geld; nimmtdas Anerbieten eines unendlichen Cavenren an, undnachdem sich derselbe eingestellet, so bestraft ste ihnmit einer gany unerbittlichen Schärfe. Die gött-liche Erbarmung erbietet sich srembde Satisfaction anzu.

E nehmen.