gegen einige dunkele Zweifel. S»
gesetzet, so er nicht angenoinmen würde Joh. z, 16..19. z6;diesen Lehr-Satz hat Jesus niemals »»bezeugt und unerwie.sen gelassen Joh. io, zz-z8. Match. 22,42. lgg. ja just umdieses Lehr-Satzes willen wurde der Stab über Jesum zer-brochen , und er zum Tode verurcheilet, Match. 26, 6z. 5 g.also hoch muste er gestellet, so sehr becheuret, und endlichmit dem Blute versiegelt werden, conf. r. Tim. 6, iz.
b) Daß aber auch die Vernunft selbst mit der heiligenSchrift hierinnfals übereinstimme, kan man auch bey we»niger Ueberlegung leicht finden. Nimmermehr koncekein Unterthan Gottes (oder ein Geschöpfe das un-endlich geringer ist, als der Schöpfer) diese Media,tion unternehmen, sondern es muste einer seyn, derGort selber gleich, und einer aus den Elohim wäre,der also mit Recht, Macht und Jngreß, vor die gött-liche Majestät treten und für die Ubelrhärcr mitNachdruck reden könnte. Es muste einer seyn, derim Stande war, das ihm abgesprochene und genom-mene Leben aus eigener Macht wieder zu nehmen,und sich nach vollbrachter Arbeit auf den vorigenThron der Herrlichkeit wieder zu seyen. Hebr. i, z.Denn was ist doch für eine Proportion zwischen der uner-meßlichen Herrlichkeit und Gerechtigkeit Gottes, undzwk-sehen der verachrens. würdigen Nichtigkeit eines Menschen?Sollte sich der unterstehen dürfen, fich mit Gott über der Par-donnirung und noch dazu Seligmachung der gantzen Weltvoll Ubelthäter, die sich au göttlicher Majestät vergriffenhaben, in die allerhöchsten Tractaten einzulassen, da er dochselbst ein Uebelkhater und mitten drunter ist?
Oder kan man glauben, es wäre der göttlichen Majestätgemäß gewesen, wenn ein Engel das Mittler-Amt über-'rwmmen hätte? Soll der unendlich herrschende GOtt einerso geringen Creatur (wie ein Engel ist in Ansehung Gottes)ja seinem eigenen Dienstboten und Unterthanen zu Gefallenso unzehlig viel Millionen Verbrecher ablvloiren, und ihnennicht nur das Leben, sondern auch die Seligkeit wieder schcn-
cken;