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gegen einige dunkele Zweifel.
ges selber gleich tractiret wurde. Nur erwege man inzwl«sei en, und dencke nach, so sehr man nur dencken kan, mitwelch einer hohen Schärfe und der allergenauesten Gerech-tigkeit die wirckliche Satiöfaction selber müsse geschehenseyn, da in dem blossen SchattenwerckdeS entsetzlichen Bluk'-vergiessens ein so heiliger Ernst Gottes bey der Aussöhnungmit den Menschen ist zu spüren gewesen?
2) Daß der Heyland Jesus wahrhaftigin der Welt ge.wesen, und von den Juden gecreutzi'get worden, haben dieJüden nie zu leugnen begehrt: und wenn einige unter denChristen das Zeugniß Gottes davon aus der Schrift nichtannehmen wollten; so kan man es ihnen auö den heidnischenScribenten, die bey ihnen doch noch in einigem Credit ste.hen, scharf genug erweisen. Daß er aber in seinem Leidendie allerhöchste Pein, die jemals ein armer Sünder auöge.standen hat, ausstehen müssen, kan man aus seiner übergros-sen Traurigkeit und banger Furcht, aus seinem blutigenAngst-Schweiß, aus seinen bittersten Klagen, und seinemheftigen Geschrey und Thränen, zur Gnüge sehen. conk.Joh. ir, 27. Matth. 26, z6 -46. c. 27. 4;. 46. Ebr. 5.7»Gewiß hat nie ein Märtyrer bey allen Arten seiner Leiden soeine jämmerliche Bestürtzung und eine so hertzpreffendeAngst in sich erdultet,noch an sich spüren lassen, als dieserMensch für alle Menschen. Nie hat kein Märtyrer nö-thig gehabt, einen blutigen Angst-Schweiß zu schwitzen, nochvon irgend einem der Seraphinen gestärcket und getröstetzu werden; als dieser eintzige allerhöchst gravirte und aufsallergerechteste verurtheilte Sünder für alle Sünder. Die-se entsetzliche Schärfe der Strafen Jesu muß nothwendig ihreproportionicliche Ursachen gehabt haben. Wenn dieserMensch nicht an statt aller Menschen wäre da gewesen, undhätte nicht aller seiner BlutS, Freunde und Bruder Schuldund Strafen allein aufsich legen lassen: so hätte Gott keinegerechte Ursach gehabt, einen so unschuldigen und heiligenMann, an der Seele sowohl als am Leben so unerhört undentsetzlich abzustrafen. (Denn die Schrift stellet uns das
Leiden