Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

Zo Zeugniß ssir die göttl. Herrlichkeit u. Wahrheit,

Schöpfer für sich und alle seine Erben in Traktaten zu ste-hen verpflichtet ist. Nemlich es hatte Gott, wie aus dergantzen Absicht der Schöpfung, und der Uebergabe allerCreatur zur Unterthänigkeit deö Menschen klärlich erhellet,bey sich feste beschlossen, mir dem gantzen menschlichenGeschlecht gewisse pacta zu machen, und sich mit die.sein »einem unter den sichtbaren, allerliebsten und edelstenGeschöpfe m einen Bund einzulassen, da nun ausser Adamsonst nocb kein Mensch da war, und ein Contract immer un-ter wenigstens Zweyen gestiftet werden muß: so muste Adamnothwendig den gantzen und sämtlichen andern Theil reprä»sentiren, und Gott mit ihm als mit einer Person, die un-ter ihrer Gesellschaft die vornehmste, und für die übrigenalle stehet, in Unterhandlung eintreten.

§. z. Adam, die aller publiqueste Person unter allen,'die je in h^r Welk waren, muste ein Fürst und Stamm.Barer des gantzen menschlichen Geschlechts seyn, und alleseine Nachkommenschaft vorstellen; und diö zwar aufzwey.erley Weise: Erstlich in Ansehung des allgemeinenBundes, den der allerhöchste Gott durch ihn als eine Mit.telS.Person mit allen Menschen gemacht (und da war er dasHaupr des Bundes.)Zweytens in Ansehung der künfti-gen Forrpflantzung, da der gantzeErdkresß durch ihn soltebevölckert werden, (und da war er aller Menschen Vater.)Diesem seinem Unterthan gab nun der ewige Gott eingantz unschätzbar Kleinod, sein eigen Ebenbild, die Abschil.derung seiner eigenen Herrlichkeit Rom. z, 2z. 9. daß erStreulich verwahreke, heiliglich brauchte, durch redlichen Ge«brauch vernichtete, und vornemlich auf seine Erben undNachkommenschaft fortpstantzete. Mithin muste er ihmnothwendig einen gantz freyen Willen geben, sonst wäre ernicht nach Gottes Bilde geschaffen gewesen; denn^ Gottessein Wille ist in der allerhöchsten Freyheit und Seligkeit.Wie nun aber dis das allervollkommenste Unterpfand derliebe des Schöpfers zum Menschen gewesen ist, welches ihnvgst derselben aufs höchste überzeugen konnte; so war dieses

ss-

M

Wl

ich.

itiichi

ilw«