i6 Zeugniß für diegörrl. Herrlichkeit und Wahrheit
weinen. Noch mehr aber an der unendlich gnädigen Er.rettung, die Gott geschafft hat, zu beherHigcn, zu lieben,und mit der ehrerbietigsten Freude und Danckbarkeir zu Kbewundern. Dazu ist unsere gantze Lebenszeit in Anse-hung so hochwichtiger Dinge, die darinnen auszumachensind, so kurtz und unsicher, daß wir gewiß nicht leichte wasthörichterS vornehmen tönten, als wenn wir so weit von uns Ht lll^weggaffen, und unsers eigenen Lebens darüber vergessenwollten. Es ist uns vorhin mehr befohlen, als wir auszu, ^richten aufgeleget sind, und Lust haben: es ist nicht erst nö. ^thig, uns mit unnützen Dingen noch mehr zu distrahiren, ^und in dem allernothwendigsten darüber müßig zu seyn.
Wenn man nun die Sache in guter Ordnung und Stückvor Stück überlegen will: so kan ein jeder durch GOttes MGnade gar wohl überführet werden, daß wir Menschen,die wir diesen Erdboden bewohnen, eines Erlösers schlech- §terdings nöthig hatten, und daß uns GOtt auch gewiß ei.nen gegeben. Wenn dieses voraus gesetzet ist, das ist, Mkwman bat beydes an seinem eigenen Gewissen und Hertzen er- lribtmjfahren, und man ist seiner Sache bis auf die Ewigkeit ge-wiß; behalt aber gleichwol noch ein Weilchen Zeit und Lust WWübrig, etwas weiter von sich weg zu dencken: so kan man als- Midenn nachsehen, was in Absicht auf die andern Welr-Cör- »Mjper und deren Inwohner etwa zu sagen wäre. Allein es OK/muß bis alles unter demüthiger Anbetung GOtteS und Ä«,mit ruhigem Gemüth geschehen. Zu dem '!«x
mit ruhigem Gemüth geschehen. Zu demMeer wiger