Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
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783
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alle Künste, welche zu Friedens- und Krieges - Zeiten imBrauch sind, zur höchsten Vollkommenheit. Sie warengute Bürger, fleißige Haus-und Land - Wirthe, erfahrneKünstler, kluge Handels - Leute, tapfere Soldaten, auchweise und gelehrte Männer unter ihnen. Sie legten sich amallermeisten auf die Gralorie und Wohlrede,cheir, umguteAdvocaten abzugeben, wie jener leimllu«, Act.24,,.Sonst liessen sie sich die Philosophie der Griechen gefallen ;machten aber unter sich keine neue Secten. Denn einigefanden ihre Lust an der Pythagoreischen; andere an der Pla»tonischen; auch an der Aristotelischen, und die meisten hier,,gen den Stoickern an; wie denn auch einige dem Epicurabeyfielen, welches Imcretim that; gleichwie Qcero unterdie Platonischen und Academischen Welt-Weisen zurechnen.Am meisten aber legten sich die Römer bey ihrer Philosophieaus die Moral, weil sie sahen, daß sie selbige bey ihrerRepublik, auch bey der Rede-Kunst und beym Advociren ammeisten brauchen könnten. Wie höchst unvollkommen aber,ja gar gefährlich,die moralischen Sähe der Heydnischen Welt»Weisen überhaupt seyn, wenn sie gleich den Worten nach,nvchsoprächtig lassen, zeigetsich in der genauen Untersuchungderselben. Es ist auch das Natur«Licht allein viel zuschwach, daß es dem Menschen vorleuchten sollte, seine Ver»Achtungen dergestalt einzurichten, daß er dadurch seine wahreGlückseligkeit befördern und erhalten könne»

§. 9. Die Sprache der alten Einwohner Italiens,'Ar die nunmehr verstorbene Lateinische Sprache, welcheauch von der Haupt-Stadt Rom, die Römische genennet^d, Luc. 2z, Zg. Joh. 19, 20. Sie hat ihren Ursprungdon der Griechischen, weil die Griechen zuerst dahinein ge-kommen, und die Römischen Scribenten solches selbst geste»hau; insonderheit hatten sie vieles von der Aeolischen Mund»welche anfangs am meisten in Sicilien gebrauchetwurde, bis darnach der EhrgeiH die Römer dergestalt getrie»oe», daß sie durch Reinigung und Polirung ihrer Mutter-

Sprache