782 Don Italien.
II. D»e Jnsul Sardinien, welche auch eins dergröstenJnsuln des mittelländischen Meers ist, und den Namen von8-iräo, einem Sohn ilerculis, haben soll. Die Luft allhiecist dicke und ungesund, das Erdreich aber sehr fruchtbar anÖele, Getreide und Wein. So findet man auch Silber/Schwefel und Alaun, und wird viel Saltz hieselbst gemachek,Verschönen Vieh-Zucht zugeschweigen.
Ungefehr 702. Jahr vor Christi Geburt, sollen sich dieCarthaginenser der Jnsul bemächtiget haben, welche abernach 140. Jahren vonden Römern vertrieben worden.
III. Die Jnsul Corjrca , welche ein bergicht und stei-nicht Erdreich hat, jedoch guten Wein, wie auch Getreydeund Baum. Früchte hervorbringt; insonderheit ist allhier derdickste und beste Buchsvaum zu finden, woraus die Tyrierihre köstliche Gestüle auf den Schiffen gemachet, Ezech. 27,6. k) auch findet man viel Corallen an ihren Küsten.
IV. Die Jnsul Meine oder Malta, auf deren KüstePaulus strandete, ist dazumal auch schon unter der RömerBothmäßigkeit gewesen, Act. 28,1.^.
§.8- Wie die Luft in Italien ein sehr hitziges Lli-namit sich führet, also sind auch dessen Einwohner insgemeinvon einem sehr hitzigen Temperament, und wie zum Zorn,Eyfersucht und Rachgier, also auch zur Wollust, Hurereyund stummen Sünden, vor andern Völckern sehr geneigt.Daher Paulus Ursach hatte, die Christen zu Rom für der-gleichen Sünden , schon zu seiner Zeit, ernststch zu warnen,Röm-1,24. ich Anbey aber sind die Jtaliäner auch von gu-tem Verstände, sehr scharfsinnig und zu allerley Künstenund Wissenschaften sehr aufgelegt. Sintemahlen manunter ihnen von langen Zeiten her die vortrefflichsten Mahler,Bildhauer, Musicos und Baumeister angetroffen hat.Die alten Römer, welche zu ihrer Zeit den Ruhm der culti-virtesten und geschicktesten, Völcker in der gantzen Welt be-haupteten, conk. i Macc. 8,1.2.3.12.14.16. brachten fast
alle
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