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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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Von Germanien oder Teutschland. 775

Stelle in der Biblischen Geographie gönnen, weil doch dieTeutschen den Jüden, als Gottes Volck nicht unbekannt ge.wesen, wie denn ihr eigener Geschicht-Schreibersosexlru-- undandere Jüdische Scribenren, in ihren Schriften, derselbenmit Namen gedencken; und in der That, wenn die Schriftvon allen Heyden insgemein redet, sind ja die alten Teutschenmit darunter zu verstehen. Denn auch sie haben, wie alleHeyden, die Götzen, als Götter verehret und angebetet,iChron. 17, r6. auch sie haben, wie alle andere Heyden, un-beschnittene Vorhaut gehabt, Jer. 9,26. aber auch sie gehtdie allgemeine Weissagung von ihrer Bekehrung zu Christomit an, um so vielmehr als die Erfüllung davon zeuget, Ps.22,28. Ps. 86,9. Ps. »7,1. Hagg. 2, g.

§. 2. Die Juden nennen Teutschland nur das LandAscenas, Jer. 51,27. und halten also den Afcenas, GomersSohn, und Japhets Enckel, für den Stamm - Vater derTeutschen, Gen. 10, z. daher sie auch die Teutschen insgemeinnur , ^lcensiim nennen. Es ist aber schon

droben angemercket worden, daß mit mehrerm Grunde derWahrscheinlichkeit die Phrygier und das Land Phrygien da-durch zu verstehen sey. Da sonst der Juden Meynung desOnkelos Auslegung zum Grunde hat, der das Land Ascenasfür kermsu oder OirinsMg gehaltet», welches eine Provintzin Persien ist, die heut zu Tage OiiriiE genennet wird; someynen einige mit ttillero, daß die tollen Rabbinen den On-Ke1c>8 nicht recht verstanden, und also es gantz ungereimt fürGermanien ausgegeben hatten. Doch es kan Onkelos auchwohl dadurch das Land Phrygien, welches auch Larm-imsgeheißen, verstanden haben, weil noch heut zu Tage eine Pro.vintz i» klein Asien, worinnen Phrygien ehemals ein grossesReich war, von den Türcken LsrsiiEia genennet wird. Esist auch die Meynung derjenigen nicht gar zu verwerfen, wel.che den Ursprung der alten Teutschen eben von den Phrygiernherleiten, als von welchen eine Lolonie allmählig in Teutsch-land Übergängen seyn kan, sonderlich da einige zwischen derVhryrsischenundLeltischen oder alten Teutschen Spra-

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