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Von China.
no l6yr. es so weit gebracht, daß er ihnen nicht nur das öf-fentliche Lxercitiuin reli^ioni; verstattet, sondern auch durchein besonders Edict allen seinen Unterthanen erlaubet hat, werLust hätte, die Christliche Religion ungehindert anzunehmen.Weil aber die Jesuiten Hiebey das Lum-iAsum gebraucht,daß ste den.neubekehrten Chinesern annoch den Dienst desOonkucii vergönnet; so sind sie hiedurch mit den Domini-canern, welche auch ihre LmiLrim in China haben, in ei-nen grossen Streit gefallen; der endlich also von dem Pabstentschieden worden, daß die Dominicaner zwar Recht behiel-ten, überhaupt aber verboten wurde, von dieser Lomroversfernerhin etwas zu reden oder zu schreiben. Inzwischen wü-sten die Jesuiten dennoch in China ihre Sache also zu inca-miniren, daß sie daselbst die Chineser auf ihrer Seite, und wieleicht zu erachten, die Oberhand behielten.
§. 9. Das weltliche Regiment ist im hohen Gradmonarchisch, und nennen die Chineser ihren Kayser, welchereinen sehr grossen Staat führet, 'IUentu, welches so viel alseinen Sohn des Himmels, oder den Sohn Gottes heißen soll.Seine Macht ist auch sehr groß, indem er gar leicht eine Ar-mee jvon mehr als 100000. Mann zusammen bringen kan:er beherrschet zugleich das meistevon der grossen Tartarey.
§. io. Die Historie von China ist vom ersten Ursprungdieses Reichs so accurat und sorgfältig abgefasset, als eine inEuropa seyn mag; eö ist aber ihre allerälteste Historie, wel-che so gar bis über die Sündflukh hinaus gehet, mit gar vie-len Fabeln angefüllet, indem sie gleich den Egyptiern gern äl-ter seyn wollten, als sie in der That waren, und daher so vielPrahlenS von ihrem Ursprung machten. Erstlich geben sievor, daß ihr Reich anfänglich ein Wahl-Reich gewesen, inwelchem vor und nach der Sündflukh 8- besondere Könige re-gieret hätten, denen sie die Erfindung von sehr vielen nützli-chen Künsten und Wissenschaften beylegen. Der erste sollro - u 1 geheissen haben, und von seiner Mutter ( der Er-de) durch Kraft eines in den Sand abgedruckten grossen Fuß-stapfen (nach Gottes Bilde) ohne Vater gebohren ivor-