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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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4;r Von persien.

de wohnen, sind sie noch itzo von mäßiger Lebens. Art, essenviele Früchte, Milch-Speisen und Confitüren. Ihr gewöhn,liches Geträncke ist gemein Wasser und Caffee, bey ihrenGastmahlen aber der Sorbet und gebrannte Wasser vonFrüchten und Blumen, wiewohl auch die Vornehmen undHofleute des sonst bey ihnen verbotenen Wein-Trinckenö sichnicht allemal enthalten.

§. io. Ihre Handwercker bestehen in Stickereyenund Blumen-Mahlereyen aufTuch, Seiden und Leder, Ver-fertigung des Porcellains,Gerbereyen Färbereyen,Gewehr-Fabriquen, auch in Eisen - und Stahl-Arbeit. Ausser demsind sie sehr geschickt in Zubereitung der Seide so wohl, alsVerfertigung künstlicher Stoffen, Tafferas, Tabiö,Satlinö,6ro5 cie lour, Turbanen, Gürtel und Tücher von Seidenund Cakkonen, auch Cameel - und Ziegen - Haarnen Stoffen,sonderlich aber der güldenen Brocake, wovon man bey denVornehmen und Wohlbemittelten Vorhänge vor die Fensterund Thüren der Gemächer zu finden pflegt, wodurch denn dieHandlung in diesem Lande im vortrefflichen Flor erhaltenwird, conk. Ezech. 27, 2g. 24. Doch wird von vielen auchder Feld-und Garten-Bau, von welchem letztem sie beson,ders grosse Liebhaber sind, mit grossem Fleiß besorget.

§. n. Die Persianische Sprache wird gehalten für einAbfall von der Arabischen, der sich besonders die Gelehrtenin ihren Schriften bedienen. Weil auch die Scythen voralten Zeiten einen Einfall in Pechen oder Parthien gethan,und sich darinnen zu wohnen niedergelassen, so soll daher diegemeine Pöbel-Sprache mit der alten Septischen und so garunsrer Teutschen v>e! gemein haben. So wird auch die Per,fische Sprache für die leichteste unter allemSprachen der Welt,so viel man bisher erfahren können, gehalten, x) In derHebräischen und Griechischen Bibel kommen viele PersischeNamen und Wörter vor, als Ahasverus, Esther, Cores,Dariuö: it. Harhiriatha, Esr. 2, 6z. -/«As, «>7«-

rmAari-ire, Matth.5,4i.

§. 12.

x) vlcl. pfciik. IntrvlluÄ- in Oriint. clirguiüt. I, g». IZ. rL I 4 -P-Z 4 -