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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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> Von persren.

und Oymnalm zur Untcrrichtung der Jugend, mit grossenKosten unterhalten. Denn die Kinder-Zucht von ihnen aufssorgfältigste in Acht genommen wird: Man verstattet ihnenkeinen genauen Umgang mit dem Gesinde, selbst der gemei-nen Leute Kinder dürfen nicht auf der Gassen herum laufen,noch Zänckereyen und andere unzuläßige Händel anfangen,sondern werden in den Schulen und öffentlichen LoIIeZm mitallem Fleiß unterrichtet, und wenn sie die nöthige Leibes-Stärcke und Geschicklichkeit erlanget, z. E. von dem 19. und20. Jahr an, den Bogen zu spannen, den Sebel zu führen,im Reiten und Wurf-Pfeile zu werfen, geübet.

H. y. Die Perser sind noch itzo gegen die übrigen A-siatischen Völcker zu rechnen, sehr civilisirc, ehrerbietig, höf-lich und gastfrey, auch prächtig in Kleidung und Equipage,dabey aber arglistig und falsch. Ihr gröstes Laster ist, daßsie der Wollust und Ueppigkeit, Geilheit und denen verböte,nen Lüsten im höchsten Grad ergeben sind, und sehr vieleWeiber haben, die darzu sehr strenge gehalten und in den ent.legensten Zimmern eingeschrencket werden. Dergleichen Sit-ten und Gewohnheiten fand mansschon bey den alten Persia-nern, welche mit den Kleidern grossen Staat trieben, undin güldenen und gestickten Kleidern einer vor dem andern sichhervor thaten, üppig lebten, der Viel-Weiberey und Unkeusch.heit, (vici. I,. 7. c. 8.) ja so gar den stummen Sündenergeben waren. Daher?lutgrclm8 der Meynung ist, daß sel-bige von ihnen zu den Griechen gekommen. Nach damali-gen Gesehen war erlaubt, sich mit Mutter, Schwester undTochter zu verheyrathen, und giengen die Könige mit ihremExempel den Unterthanen vor, wiewohl solches oftermalen zutraurigen Folgen und gefährlichen Kriegen Anlaß und Gele-genheit gegeben. Lügen und Schuldenmachen war bey ih.nen eine Schande. Im Essen beflissen sie sich der Mäßig-keit, liebten aber den Wein und die Schleckereyen. Die vongleichem Stande grüsseten sich unter einander mit einem Kuß,von geringern aber liessen sie sich fast göttliche Ehre erweisen,wirf. Esth. z, 2. Weil die Perser in einem sehr heissen Lan-

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