Von Babylom'en und Chaldäa. 425
Dan. 4.27. Jer.51, ;8. also ist die Macht und Gewalt derRömischen Kirche so groß, daß viele Völcker, Schaaren,Heyden und Sprachen, welche durch die vielen Wasser bedeu-tet werden, Apoc. ,7, r. rz. derselben unterworfen sind, undder Pabst zu Rom will das Haupt der gantzen Christenheitseyn, dem die ganße Welt gehöret. So wird auch Romeine grosse Stadt genennet, wegen dieser weit und breit umsich greiffenden Herrschaft und Autorität des RömischenPabsts, Apoc.i l,8. und ist daher das geistliche grosse Baby-lon , c. r6, iy. c. 17, 4. r. ig, 2.
z) Babylon lag in einer fruchtbaren und lustigen Ge-gend, und der Fluß Euphrat, welcher sich ergoß wie derNiluS in Egypten, machte das Land noch fetter und fruchtba-rer. Also hat auch das geistliche Babylon alles vollauf,Ezech.i6,49. welchen der Bauch ihr Gott ist, die irdisch ge-sinnet sind, Phil. z, 19. daher sie auch in allerley Art Wollü-sten leichtfertig dahin fahren, wie Wasser, Gen. 49,4. Job.24,28. Wie denn der Laschestes auch ein Sinnbild der Ba-bylonischen Leichtfertigkeit ist, Jer.2.18. daran die unreinenGeister gebunden sind, die an der Wollust und Geilheit ihreFreude haben, Apoc. 9,14.
4) Babel war eine Hurische Stadt: r) und das geistlicheBabylon, die Mutter der Hurerey und aller Greuel auf Er-den, d.i. das Antichristische Rom und alles Päbstische Wesenheist eine grosse Hure, Apoc. 17, i. (1) wegen ihres grossenHuren-Schmucks und Prachts in dem äußerlichen sogenan-ten Gottes-Dienst, womit sie die Leute verblendet und ansich locket, wie eine geschminckte Hure, Prov. 7, io. (2) we-gen der Liebkosungen und Schmeicheleyen, die sie als eineHure gebrauchet, die Leute an sich zuziehen, Prov. 5,3. wiedenn die falschen Lehrer jederzeit der Schmeicheley zur Ver-führung der Leute sich bedienet haben, Ezech.iz,i8. 2Pet.r,14. (z) wegen ihrer grossen Geilheit und Unzucht, da sie die-jenigen sehr beschenckt, die es mit ihr halten, gleich einer Ertz-Huren, die ihren Buhlern noch Geld zugiebt, Ezech. 16,
Dd 5 zs.zz.
r) Siehe oben §. 7. p. 4°§.