4vr VonBabplonien und Lhaldäa.
hergehendem §. p. 397. etwas gedacht worden; bey den Däm-men oder grossen Mauren aber an dem Canal, welcher mit-ten durch die Stadt gieng, ist noch atizumercken, daß einerjeglichen Gasse gegenüber, die an besagten Canal oder Flußcreutzten, an jeder Seite ein ehern Thor in besagterMauergemacht war, und Stuffen, darauf man von denselben hin-unter zumFluß stieg, vonwannen die Bürger gewöhnet wa.ren, hinüber nach der andern Seite auf einem Kahn zu sah-ren, bis darnach die Brücke, deren zuvor erwehnet worden,gebauet wurde. Bey Tage waren diese Thore offen, beyder Nacht aber stetö zu. Wegen dieser Pracht und Herr-lichkeit wird Babel genennet die grosse Babel, Dan. 4, 27.Jer. 51,58. die in aller Welt berühmt gewesen, Jer. 51,41.die schönste unter den Königreichen, die herrliche Pracht derChaldäer, Es. 13,19. die Frau über Königreiche, Es. 47,5.LiestolHe Babel, (Jer. 50,31.32.) die sich über alle andereStädte und Völcker also erhub: Ich binö und keine mehr,Es. 47, 8 . io.
Es ist aber die Stadt Babylon von dem Persischen KönigeLyro, nach einer harten Belagerung, endlich durch Krieges-List erobert worden, indem er den Euphrat ableiten ließ,und wie er ganß seichte worden, um Mitternacht durch dieehernen Thore in der Mauer, an den beyden Seiten des Eu-phrats, in die Stadt eingedrungen und selbige eingenommenhat, nach der Weissagung, Es. 29 4. c. 44,27.28. Jer. 50,z8. e. 51, 36. coll. Dan. s, 30.
Als aber die Babylonier wider den König Darin-? blvüa-ss>is rebellirten, und dieser die Stadt ebenfalls mit List gewon-nen, that er alle ihre 10s. Thore weg, und ließ die Maurenso weit herunter reisten, daß nur 80. Ellen von der Höheblieben, damit er ihrer fernern Rebellion vorbauen wollte.Siehe Jer- 50.15. c. 51,44.58. Sein Sohn und NachfolgerXerxo;, ließ auf seiner Rückreise von der Griechischen Expedi-tion, den Tempel Leli zu Babel, bis aus den Grund nieder-reisten, und einem eingefallenen wüsten Haufengleich machen.Lorch Es. 2/, 9. Jer. 51, 44. 47. c. 50, 2. Obgleich auch
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