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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
Seite
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Von Babylonien und Chaldäa- 59-

§. 5. Unter den Städten sind am merckwürdkgsten1) Babylon, diesmalige Haupt-Stadt in gantz Orient,und berühmte Residentz der Assyrischen und BabylonischenKönige, indem selbige vor der Zerstörung Ninive, bald zuNinive, bald zu Babel Hof gehalten haben. Sie ward zu-erst von Nimrod erbauet, Gen. 10, 10. in einer lustigenEbene und fruchtbaren Gegend, c. 11,2.4. an den vielen undgrossen Wassern des Euphrats, welche ein Meer genennetwerden, Jer. ;i, iz. z6. in der Landschaft der Chaldaer, Es»48, t4- 20. Jer. ;o, 8. c. 51,24. zz. Ezech. 12, iz. c. 2z, 15.16.17.2z. daher sie auch eine Tochter derChaldäer oder desLandes Chaldäa, Es. 47, i. 5. gleich wie sie in Ansehung dessen,daß sie die Haupt-Stadt in Chaldäa ist, die Mutter derChaldaer oder Chaldäischen Städte genennet wird, Jer. 50,ir. Der König Nebucadnezar hat sie gar prächtig ausge-bauet und erweitert, und hauptsächlich eines von den Wun-dern der Welt daraus gemacht, Dan. 4,27. Seine berühm-testen Wercke darinnen waren : 1) Die Mauren derStadt, 2) deren Thore und Thürne, z) der TempelBelus, 4) sein Schloß und die darinnen schwebendeGärren, 5) die starcken Dämme und künstlichen Canäle,das Wasser zu leiten; womit er alles, was je ein König hatthun können, an Pracht und Kostbarkeit übertreffen, ct)

Die Mauren waren allerdings entsetzlich: Denn wiel^eroäotnz h I. c. 4Z. p. m. z6. berichtet und selbst gesehenhat, waren sie;o. Ellen breit und dick, und 200. Ellen hoch,daher sie einem hohen Berge verglichen werden , Jer. 51,25- zz. 58. Wegen der Dicke konnten die Mauren nicht leichtuntergraben , und wegen der grossen Höhe nicht erstiegenwerden; daher auch die Babylonier auf die Festigkeit ihrerMauren so sehr trotzten. Es waren aber dieselbe um dieStadt in einem accuraten Vier. Eck gezogen, eine jeglicheSeite war 120. Ltsclj-i lang, und also im Umkreise 480. Sta-dia , d. i. just 15. teutsche Meilen, und durchgehend von brei-ten

ä) Siehe ».k>, i^.i.c.p.r ro.h. wie auch meinen Bibl. llittor.

t>. 149.1-1. iMd Blbl.lcr-ttkem-t. p.z6,-. h.