des gelobten Landes. »67
natürlichen Lauterkeit zu erhalten. Es liegt diese Quelle bei,2. Klaftern tief unter der Erden, und kan niemand dazu kom-men, ausser durch ein enges Loch, dadurch man mit ziemlicherBeschwerlichkeit heruntersteiget, und unten eine gewölbteHole oder Kammer antrifft, 12. Schritt lang, 8. breit, und 8.bis 9. Fuß hoch ; aus welcher man in eine andere kleinereKammer oder Höle kommt, die der vorigen sehr ähnlich sie-het; beyde sind mit schönen sehr alten steinernen Schwibbo-gen bedeckt, welche Salomo also machen lassen: und in die-ftr kleinern Höle ist ein dicker Stein, mit vielen Adern durch-löchert, woraus das Wasser so hell als ein Crystall springet,und so denn durch kleine Röhren in eine Art Becken oderWasser-Trog, und von daraus durch einen grossen unterir-dischen Gang, in die so genannten Teiche Salomons gefüh,ret wird. Dieser Teiche sind drey, etwa 200. Schritte vonder Quelle, und einer über dem andern gelegen. Sie sindmehr, als z. bis 6. Klaftern tief in den Felsen gehauen undviereckigt: haben einerley Breite, so etwa 90. Schritt aus-macht; die Länge aber ist ungleich, maßen der erste wohl 160.der andere 200. und der dritte 220. Schritt begreifet. Ausdiesen Teichen soll das Wasser mit Röhren in den Tempelzum Gebrauch der Priester und der Opfer geleitet wordenseyn; wie denn noch ißo ein Canal, Schlangen-weise um dieBerge herumgehet, und mehr als io. Franhösische, d. i. beynahe 7. teutsche Meilen, laufen muß, ehe er das Wasser nachder Stadt Jerusalem hinbringet, v)
io) Der Brunnen Philippi liegt 5. Stunden von Je-rusalem auf dem Wege nach Hebron und Gaza, an demFuß eines Berges, woselbst man den Ort der alten StadtBethsur spüren kan. Dieser Brunn ist sehr zierlich von ge-hauenen Steinen erbauet, und mit einem Schwibbogen be-deckt. Daö Wasser, welches so klar als ein Crystall, breitetsich in dem Thal Escol aus, befeuchtet die Felder, Weinber-ge und Gärten, und ergeust sich in den BachSoreck. Man
L 4 sagt,
x) vapy. I. c. p. 24;. coli. d4<mnär. p. irr. 1g. kelanä. t.ib. l.c. 46. zoo. lg.