der Morgen-Länder. 7Z
wir uns leichtlich einbilden, daß die Morgenländer um so viel.mehr Beschwerung erdulden, und desto grössere Hinderniß anihren Geschäffcen erleiden mästen, jemehr die Grösse der Son,Hitze sie beständig zum Schwitzen treibet, und je schmertz-licher ihnen selbst, auch je unleidlicher andern der Schweißsonst fallen würde, e) wenn sie nicht eines lindernden undwohlriechenden Oelö sich bedienten, und sich damit schmiere-ten, damit sie eines theils zu ihren Verrichtungen desto ge-schickter werden, 5 ) andern theils auch sich und andern nichtunleidentlich, sondern annehmlich machen möchten. Z) Wenn
E 5 also
e) Die Karton von dem Schmieren der Hottentoten ist dieWarme und HE Sonnen-Strahlen, dadurch ihre Haut sonst
zu Schiefern würde, Kolbens Beschreib-des csp. 8.8p. P.Z70.
Die Araber so nackend gehen, reiben den Leib zur Abwehrungder stechenden Mücken oder Fliegen, mit Oele, wodurch die-ses Ungeziefer, so bald es nur dasselbe anrühret, gelobtet wird-vapp. Beschreib. Syriens, p.r>4.
Die Malabarifcheii (so genannte») Thomas-Christen suchenvon der zarten Kindheit ihren Kindern die Glieder durchKunst schwanck zu machen und auseinander zu dehnen, daherreibt man sie zuvor mit Cocus-Oele, die Nerven weich zürnnchen. - - Sie lieben sehr die Reinigkeit, undanFest-Tagen,o-der wenn sie Visiten geben, reiben sie sich am gantzen Leibemit wohlriechendem Oele. ve Is Lrore im IndianischenChristen-Staat, p- iz;. 6- iz?.
Wenn einer in Alcair ins Bad kommet, legt ihn der Bad-Knecht nieder, streckt ihm alle Glieder, schmiert ihn zuerst miteinem wohlriechenden Oel, welches er in einer Baumwollenzwischen den Ohren stecken hat, darnach kniet er ihm aufdenLeib, legt ihm die Hände auf den Rücken, und druckt ihm dieRückgrat», daß alles wider einander kracht, solches treibensie mit einem eine gute Weile, welches einem am Leib garwohl thut, und erstrecken sich alle Glieder, sie reiben den Leibmit Reib - Sacklein , und haben keine Laugen, sondern nurSeiffen. Ich. Helffrichs kurtzer und wahrhafter Bericht rc.x. lpr. coll. Feyrab. Reisebuch rc. p. 240.
s) Den Arabern ist eine von den angenehmsten Verehrungendie Seiffen. Es geschiehet denenselben auch ein grosser Ge-fallen mit Baum-Oel, und so bald man ihnen dieselbe anbie«