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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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der Morgen-Lander.

dienlich seyn, zuvorhero einige allgemeine Gebräuche, welchedie meisten Morgenländischen Völcker, mit einander gemeingehabt haben, und fast noch haben, auö bewahrten Scriben-ren, welche von denen Antiquitäten Meldung thun, und ausden neuesten Reise-Beschreibungen, allhier anzuführen.

§. 2. Eine der »kältesten und allgemeinen Gewöhn.Heiken der Morgenländer, so daher auch unter den Jüden imSchwange gegangen, ist das viele lVaschen und Baden,Schmieren und Salben, *) welches noch diesen Tagdauret, und uns Europäern zwar als etwas überflüßiges undunanständiges düncken möchte; wenn wir aber die Beschaf-fenheit der heißen Länder im Orient, und die nach derselbensich richtende Leibes - Disposition der Morgenländer genauerüberlegen, werden wir befinden, daß solches nicht nur etwasnothwendiges, sondern auch wohlanständiges und erquickli-ches sey. a) Zwar was das Baden und IVaschen vorsich anlangt, ist es nunmehro bey den MuhammedanerndurchgehendS mehr ein Stück ihrer Religion und abergläu*bischen Gottesdiensts, b) als bloßer Gebrauch und Gewohn-heit im gemeinen Leben, wie vor Alters. Denn da die Leutein den heißen Morgenländern entweder gar barfuß, oder dochauf schlechten um den Fuß befestigten Solen zu gehen pfleg-

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*) Auf ihre Bader und stetiges Waschen, nebst dem Gebrauchdes Balsamircns wenden sie sehr viel Zeit und Mühe. k. duc.zte Reise nach der Levante, ?.i p.rüs.

-) Siehe Luffts Bibl. Erläuterung aus denMorgenl- Rcisebeschr-I-Beytr. i.8cÄ.p.4.lch

b) viä. breitend. Itiner. in Siegln. Feyrabends Reise-Buch desheil. Landes, üm.78.

Der ander Articul im Alcoran: Ehe denn sie beten, damitsie rein seyn, gebeut das Gesetz, daß sie Hände und Arm,Mund und Naß, Ohren und Augen, das Haar und Haupt,zuletzt die Füsse, und auch die Scham sollen wasche»: Wennsolches geschehen, sahen sie an zu beten; welches nicht mehr,denn fünfmal im Tage geschiehet.

Von den Bad - Stuben der T'"""" " Na,.,'

itiner I. c. k. m.LLo.

Lufft I. c. x.