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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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Von der Eincheilung der Erden.

Minuten ; und das 24ste, welches das letzte ist, und unterdem 65 . Grad 2z. Min. I.wtuciüü8 trifft, da der längste Tagsz 4 . Stunde hat, ist nicht mehr, als 2. Minuten breit. Wennes nun noch weiter hin, bis gegen den kolum zugehet, sonimmt der längste Tag um gantze Tage, Wochen und Mo-nathe zu, bis endlich unter dem kolo nur ein Tag und eineNacht im gantzen Jahr ist, deren jedes ein halb Jahr mäh.ret. i)

§. zz. Die Erkenntniß des Agnstoris und priini Icke-riäiam dienet, ausser den verschiedenen (-'limgtilm« vornem-lich noch dazu, daß man nach diesem die k.onZituc!inem undnach jenem die I-atituäiueni locorum abmessen kan. Durchi.onoli'voinLm versteht man hier die Distanß oderEntfernung eines jeden OrtS von dem priino lvleri^iano, al-so, daß man allezeit von Westen gegen Osten zu zehlet.

l. ^ -r11 v 0 o luci heist in der Geographie so viel, als dieDistanH eines jeden Ortö von dem Lgustorc, und ist allezeitmit der Llevmione poli oder PoluS-Höhe desselbigen OrtSgleich, das ist, so viel Grad ein Ort von dem Lguarore ab-steht, eben so viel Grad ist auch der koluz an gedachtem Ortüber dem Horizont erhöhet, z. E. Jerusalem liegt unter demZi.Grad, 50 Minuten Iritiluäini8, unddieLlevaüopolijstda-selbst ebenfalls zr. Grad, 50. Minuten.

Ein mehrers von der Mathemathischen Eintheilung derErde anzuführen, finden wir zu unser Biblischen Geographienicht dienlich zu seyn.

§. z6. Noch muß von der politischen Eimheilungder Erde etwas gemeldet werden. Denn nachdem sich dieMenschen gemehret, mithin der Geitz und Ungerechtigkeitmehr und mehr überhand genommen, und also bald anfangseinige Tyrannen sich eine unbillige Gewalt über andere vonselbst anmaffeten, unter welchen Nimrod und sein Anhangnach der Sündfluth der erste gewesen; hingegen andere da-her bewogen worden, solcher Tyrannen Gewalt sich nach-drücklich zu widersetzen, und zu dem Ende sich in gewisse Ge-

sell-

i) Uübn. l. c. p. 97z.