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Von der Erden Gestalt
selben so wenig benehmen, als das geringste Wartzlein oderGrüblein der Rundung einer Pomeranze.
§. 5. Wer erkennet aber nun nicht, daß solche rundeFigur und Gestalt der Erde von einem weisen und gütigenWesen bereitet sey ? und daß folglich nichts füglichers undbequemers, nichts besserS und vollkommeners zu erdenckengewesen, damit der Erdboden alle diejenigen Vortheile ge.niesten möchte, in deren Absicht der Schöpfer hernach dasgrosse Wunder-Licht aufgesteckt, und den so herrlichen Lust.Kreis formirt hat. ä) Denn ausser dem, daß die rundeFigur, wie alle Ivlatliematici gestehen müssen, den meistenInbegriff hat, oder den grösten Raum einzunehmen am ge-schicktesten ist, so ist sie die allerbeste und bequemste i) derWarme wegen, und auch gewisier mästen wegen des Lichts.Gewiß es könnten diese zwey grossen Vortheile dem Erdbo-den nicht so auf eine und gleiche Weise und Masse mitgethei-let , noch der jährliche und tägliche Wechsel von Tag undNacht, von warmen und kalten , von trocknen und nassenWetter, so regulier und ordentlich seyn, wenn die Erde einegrosse Ebene und Fläche, oder von einer viereckigem Figur,oder einer andern dergleichen Form und Gestalt wäre.
2) Diese Gestalt ist überaus dienlich und bequem zu einerleichten und gleichen Ausrheilung der Wasser auf dem Erd-boden ; wäre aber die Massa der Erden viereckigt oder Cubic-förmig, Prismatisch Dreyeck, oder von einer andern eckigtenFigur, so würde folgen, daß der eine und gröste Theil vomWasser überschwemmet, der andere hingegen gar zu trockenseyn würde, mästen sich das Wasser nach den Gesehen derSchwere sehet, und an dem niedrigsten Orte zusammenfliestet.
z) Es ist auch die runde Figur unser Erd-Kugel die al-beste und bequemste wegen der Bewegung der Luft und6 Windes.. Denn da die hohen Berge, die Meer-Busend die Vorgebürge auf den See-Küsten , die Luft oft sehrren und hindern, vielmahls versperren und hemmen,
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iÄehe vcrbsm Ibcvl. z.D. c. 1. p. 77.lg.
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