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Die Fesseln, die der Feind um mich geschlagen,
Die Fesseln, die ich träumend nur getragen,
Begrab ich jetzt in deine Woge, Rhein!
(Sie wirft die Fesseln hinab in den Fluß.)
Es schließet sich die Fluth, und kreist und lacht,
Ein Spiegel des Gestirns — sieh, aus der NachtSteigt dort der Mond empor, wie roth! er droht,
Kein Friedensmond! Noch thut der Kampf uns Noth!
(Mau hört fernen Kanonendonner.)Ich höre fern des Krieggeists Hammer schlagen,
Er schmiedet heftig an dem Sichelwagen,
Der mitleidlos Geschlechter niedermäht;
Doch aus den Drachenzähnen, die er ausgesä't,
In deutschem Feld, erstehen meine Rächer —
Hört! drohend tobt gen Mainz der Mauerbrecher!
Doch fest, getröstet, heb ich am GestadeDer Eintracht Bild, des Bechers Goldgranate;
Wie in dem Himmel einst die Macht der Sterne,
So in der goldncn Frucht die süßen Kerne!
Der Eintracht Kelch steht auf des Beiles Spitze,
Das aus verbundnen Stäben als Gewalt,
Ein Leiter alles Witzes falschem BlitzeEmpor sich hebt. O freudige Gestalt,
Der Eintracht Becher stützt Concordia,
Und auf dem Deckel schwebt Victoria,
Und in dem Siegswein schimmert Gloria!
So ruf ich allen Siegesfürsten Heil,
Die für mich in den heißen Streit gegangen,
So ruf ich allen meinen Söhnen Heil,
Die heldenfreudig mir den Sieg errangen!
Ich will sie lieben und am Herzen tragenDurch Kriegesnacht zu deutschen Friedenstagen!
VII. 32