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Sie näht so zierlich, so Stich vor Stich,
Sie ist so manierlich gegen mich wie gegen dich,
Sie liest, sie schreibt, sie singet so fein,
Sie waschet, sie plättet, sie fältelt so rein,
Sie kocht, sie backt, mir läuft's Wasser in's Maul!
Die Federbetten schwellen unter den Händen ihr auf,
Sie räumet und feget Trepp' ab und Trepp' auf!
Und zum Tanz, wo sich's schicket, ist sie auch nicht gar faul!Auswendig lernt sie wie der beste Staar,
Und seht, welch ein Wuchs und welches Goldhaar!
(Läßt ihr die Zöpfe niederfallen.)
Wie glühen die Wangen, ja werde nur roth,
Du bist halt ein Wesen wie die selige Mutter,
Du wirst halt ein Engel wie sie nach dem Tod!
Nun sagt, ihr Herrn, ist das so ein Soldatenfutter?
ÄNc.
Hurrah! Hurrah, ein Soldat muß sie haben,
Und sollte er sie aus der Erd' Herausgraben!
Schulmeister.
Ganz recht, ein Solcher gebührt wohl der Anne,
Die die Kanne euch füllet, vor Allen zum Manne;
Wer aber den Finger kriegt, muß verdienen die Hand,
Und das Herz, und den Kopf, und den moralischen Verstand!Schenkt sie euch ein einen alten Rheinwein,
Und spiegeln die Äuglein in den Becher hinein,
So trinket ihr alle ihr herrliches Bild,
Denn wie der Wein ist sie feurig und mild!
Eine Wonne, eine Sonne, eine Blüthe der Güte,
Ein Dorn dem Zorn, ein Geist, ein Gemüthe,
Eine Augenweide, eine Heldenfreude!
Sagt, ihr Herrn, ist das nur so eine Reiterbeute?
VII. 24