Druckschrift 
7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
368
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Anne.

Weg mit den Händen, ich bin ein kaiserlich Gut,

Den hau ich nieder, der mir Schmach hier anthut,

Der muß mich verdienen, der mein begehrt,

Ich fühle Wohl selbst, ich bin etwas Werth!

S ch » lmcistc r.

O Mirakulum Mundi! o du Weltspectakel!

O du Bild aller Tugend! o du Ehrentabernakel!

O du Muster der Jugend, du moralisch Mirakel!

Ich muß dich lieben, dich anbeten, hoch dich achten!

Jetzt, meine Herrn, laßt sie uns recht betrachten!

(Zieht eine Schrift hervor.)

Seht, dies Papier hat vor ihrem seligen End'

Ihre Mutter geschrieben, ein Testament!

Sieg m u t h.

Anne, liebe Anne, weine nun nicht!

S ch III INcistcr.

Lasse sie nur weinen, es ist Kindespflicht!

In diesem Document vor der Lützner SchlachtHat sie mir das liebe Mädel vermacht,

Und hat drin bestimmt, wer das Mädel soll kriegen!

Losn ck.

Wer?

Husn r.

Wer?

K i c 8 m u t h.

Wer?

S ch u l in c i st e r.

Das bleibt noch verschwiegen!

r (Er stellt Anne auf eine Trommel.)

Seht an, ihr Herren, das fleißige Kind,

Einen Faden so rein wie Seide sie spinnt,