An Schinkel
Du selbst Wohl magst in heitrer FestlichkeitDer Frucht und Blumen Schnur mit Band umschlingen,Und so vom Thurme hin zum Thurme schwingenDen himmelfrohen Blicken zum Geleit,
Wenn des Momentes kühne HeiterkeitVon Gipfeln hin zu Gipfeln möchte springen,
Und nach der Vogel Lied in BlumenringcnSich schaukeln schwebend über'm Erdenstreit!
So sei hinüber denn zu dir gekreistMein Licderband von einem Gipfel ab,
Dess' Lavastrom die Rinde über'm GrabErstarrter Mitwelt oft dir aufgreift!
Sei treu begrüßt du nie erschöpfter Geist,
Dem das Verhältniß seinen Mcisterstab,
Das Unermeßliche zu messen, gab,
Daß Ew'ges sich in Grenzen schön erweist!
Indessen ein Philister stolz verblüfftDurch ausgesteiften Leichnam des Vitruv,
Von seines ausgestopften Schulpferds HufSich Hippokrene leckt, Karnieschen knifft,