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7 (1852) Comoedien
Entstehung
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so daß er plötzlich melancholisch ward, und sich von mir in dasalte Schloß führen ließ. Sie wissen ja, wie solche Leute analten Baracken besondere Freude haben. Ich sagte ihm, wieman spräche, daß es dort nicht allerdings richtig sei, auch bliebich deßwegen zurück und ließ ihn allein; er ging in ein Gewölbe,in dem die verstorbene Fürstin einen Ritter, den sie im Traumegesehen hatte, in Marmor hauen lassen, nebst einer Inschrift,die ich zu lesen nie die Courage hatte.

T a r l a g i i a.

Und der Kerl unterstand sich?

P a n t a l o n.

Er las, und Plötzlich stürzte er heraus, schrie: weh! weh!'schwang sich zu Pferde, warf Schild und Speer am Marktenieder, und da flog er zum Thore hinaus.

T a r t a g l i a.

Ein totaler Raptus, eine Art Hirnwuth, eine Gattungeilfertiger Schnelligkeit!

P a n t a i o ii.

Als Azelle nun in die Stadt einzog, ja da ward nichtsgethan, als gesucht und gefragt: Rinaldo hier? Rinaldo dort?und die armen Belagerten und Belagerer verwandelten sich inBoten, um ihn zu suchen. Seinen Schild und seinen Speerkaufte sie um hohes Geld von einem Bürger, dem er ihn anden Kopf geworfen hatte. Ich glaube immer, daß er, wie erso schnell Hinausritt, in eine Grube fiel, in die gerade dieBlessirten, oder, wie man oft sagt, die Todten begraben wurden,und daß man ihn in der Eile so mit begraben hat. DieHerzogin hat ihm in allen Zeitungen ihre Krone antragen lassen;aber er läßt sich nicht sehen.

T a r t a g l i a.

Ich wollte mich nicht so lange bitten lassen. Doch helfenSie mir den Prinzen Ramiro finden.