Druckschrift 
7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
110
Einzelbild herunterladen
 

110

So sehr er auch mit Wein zugedeckt war, zog er mir dochimmer die Decke weg, da dachte ich dann recht herzlich nachHause. Was mich so recht daran erinnerte, war eine von denvielen lieben Mäusen, die pfiff ordentlich wie die in meinerKammer zu Sevilla. Du weißt, sie war schon zu meiner sel'genFrau Zeit da, es war, als wäre sie mit gezogen.

P orpar i II o.

Ja, ich kenne sie Wohl, sie wird jetzt recht allein sein.

Valcria.

Valeria hört sie nun, dachte ich immer.

Par;> ariI! o.

Die hört jetzt eine andere Gattung die hört Kirchen-mäuse, die singen gar auferbaulich. Habe ich es Euch nichtgesagt, daß sie das Haus verschlossen und zu Eurer Base insweiße Nonnenkloster ist?

V al e ri o.

Ist sie? brav nun sieh, was das Kind auf Ehre hält.

Porporino.

Ach! ich wollte sie wäre hier, sie wäre mein, ich bin desScherzes so müde?

Valcr! o.

Es wäre schön, es wird auch werden. Hier bei den liebenFräulein wird sie erst recht artig werden.

Porpar i lia.

Artiger? Sie kann nicht. Ich muß ohnedies schon vielartiger werden, um sie einzuholen.

Valeria.

Ei, laß das; behalte deine Fröhlichkeit. Sich, da kommendie lieben Nute. (P orxoriI> o setzt die Perücke auf.)