Dritter
A c t
Erster Austritt.
-Scene vor dem Landhaus« Sarmiento^, eine Esplanade vor dem mit einemThore versehenen Schloßhof, ein Flügel des Schloßhofes so getaut, daß Personenvom Fenster herab deutlich erscheinen und sprechen können, ES ist Nachmittag,Dalcrra als Negerin maskirt mit kurzem Haar, ein Bündelchen auf dem Rücken,ein Tambourin in der Hand, kommt schüchtern und reisend vor dem Schloß an,sie lehnt an einem Baume,
Valcri »,
Da bin ich nun, allein und müde, wenn sie mich nurannehmen. — Die Liebe ist närrisch mit mir gewesen. Ponce,Ponce, ich will lieben, was du liebst, und dir zeigen, daßich lohnen kann, — wenn mich der Vater nur nicht erkennt.<Sicht in ein kleines Spicgclchcn,) Ich gleiche mir nicht, die langenschwarzen Haare sind aufgeopfert, — was thut es — Porporinohätte sie doch nicht so schön geflochten, als Ponce. Ich liebemich mehr als sonst und bin doch häßlicher. — Ich will einwenig singen, vielleicht hört mich Jemand:
„Wenn die Sonne weggegangen,
Kommt die Dunkelheit heran,
Abendroth hat goldne Wangen,
Und die Nacht hat Trauer an.
Seit die Liebe weggegangen,
Bin ich nun ein Mohrenkind,
Und die rothen, frohen Wangen,
Dunkel und verloren sind.