Poncc.
Ihr könntet eher sagen, ich arbeite zu viel Nichts. Ihrsolltet mich kennen lernen, wenn mir nicht alle Geschäfte, dieich nicht thue, die Zeit nähmen, Euch mein Herz auszuschütten,in dem nichts ist. — Seht, es gibt keine höllischere Arbeit, alsdie, welche man nicht thut; drum macht mir die Liebe viel zuschaffen, ich vernachlässige sie so, daß ich gar nicht dazukommen kann die Melancholie, Freundschaft und Wohlthätigkeiteinzustellen.
SarINieIIlo.
Ihr müßt wirklich auf Ruhe denken, das heißt tüchtigarbeiten.
Ponce.
Ja, ich will mich zur Ruhe setzen und Nachtwächter-werden. Wahrlich, ich habe alle Hände voll Arbeit für denMüßiggang. Aber ich merke, es kommt bald, mein Pulsschlägt rascher, und ich habe heute Nacht an das Mädchengedacht, daß ich aus Mitleid mit mir selbst im Traume weinte.
K a r »I ic II t o.
Ihr gingt schon mit so vielen Weibern um, hat Euchkeine gereizt? Valeria?
Poucc.
Es war nur mein guter, unerkannter Wille. Wagstücke,die nicht gelangen. Ich habe sie so emsig auf verschiedeneArten nicht geliebt, als sie mich liebten. Der Gedanke, derRuf, das Bild eines Weibes, diese ferne Strahlen ihrer Sonnekönnen mich allein erwärmen und stärken, der Sonne nach undnach entgegen zu gehen. Valeria hat mich gleich zu Steingeschmolzen. Doch laufe ich den Sonnenstrahlen nach undkomme endlich auf den Hügel, so ist es meistens während demNacht geworden. — So auch das Bild, das die Dame —> ja,ich hätte bald vergessen, fragen zu lassen, wessen Bild es ist,das auf dem Busen der Dame hing, das schöne Bild, andessen Urbilds Brust ich hängen möchte. (Will ab.)
VII. 5