16
V n l e r i a
Aber ihre Kälte kann weinen machen — (Wendet sich weg).
Ponce (umfaßt sie).
Wie bist du nun, läßt du mich da stehen, wo ist derSpiegel, ich will sehen, wie du mich so hübsch geputzt hast, unddich — ja, und dich loben.
Vnler > a.
Ich habe keinen Spiegel mehr, der Vater hat ihn mirzerschlagen.
Ponce.
Ei! so will ich mich in deinen Augen spiegeln.
Vatcria.
Die sind trübe, und die Thränen sind dein.
Ponce.
Mein? So gib mir sie wieder — (küßt ihr di- Augen), warumhat der Vater denn deinen Spiegel zerschlagen?
Valcria.
Er sagt, ich studiere immer Mienen vor dem Spiegel, umdir zu gefallen, und zerschlug ihn letzthin. Da er gehört hatte,Porporino sei in den Krieg, weil ich ihn nicht mehr so sehrliebte, nahm er den Spiegel, brachte ihn vor mich und sagte:„Wie siehest du aus, wenn du an den Ponce denkst?" Da sahich treuherzig hinein, und er mit, und als er sah, wie ich soselig hinein sah (sie sieht freundlich nach Ponce), sieh, so sah ichhinein, da warf er den Spiegel an den Boden und sagte: „Sozertrümmre das Gesicht, das du für den Ponce machst, undwenn du es noch lange machst, wird es dir auch gehen wie demSpiegel." Ist das wahr, Ponce?
Ponce.
Dein Vater soll ein sehr exemplarischer Mensch sein, undich halte viel auf seine Wahrheit.