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Wie oft hast du uns Kindern den Christbaum geschmücktund mit Lichtern erleuchtet, und mit der Schelle klingelnd,, dieThore des verlornen Paradiesgärtchens eröffnet, daß wir unschul-dige Früchte vom Baume des Lebens pflückten. Nicht aus mir,sondern nur aus Achtung vor den ehrwürdigen Leuten, die ausihren Ursachen die Welt verkehrt nennen, habe ich den Nürn-berger Bilderbogen von der verkehrten Welt genauer studirt,und, um eine höchst wichtige Lücke in ihm zu ergänzen, dasfeierliche Amt eines Enkels übernommen, der seiner Großmutterein Mährchen beschert.
Vor Allem aber zürne mir nicht, wenn du das Meiste indiesem Mährchen als das Deine wieder erkennest; ach, Groß-mütterchen! wo sollte ich dann alle die artigen Verkleidungenund sieben Sächelchen, die ganze Garderobe der Puppe — nein,der nur allerschönsten Kunstfigur her haben, als aus demreizenden Glasschränkchen in deiner Stube, in dem alle dieAlter- und Neuerthümer der Orden des Osterei's, der Tändeleider Kinderei und der freudigen frommen Kinder aus Geln-hausen, Gockelsruh und Hennegau und die heiligen Rcichs-kleinodien des Ländchens Vadutz, wenn ich mich nicht irre,aufbewahrt sind? — Woher sollte ich alle die kuriosen Kräuterund Blumen, alle die Hahnen- und Hühnerpflanzen und dasganze Marienklostergärtchcn denn haben, als aus deinen bota-nischen Vorrathskammern und Trockenanstalten zur Bekränzungdes menschlichen Lebens? — Ja, du Kränzcwinderin, Kronenbin-derin, Sträußerkräuslerin, aus deinen vielen getrockneten Blumen-sammlungen habe ich gestohlen, und von dir habe ich gelernt,mit jener Anhänglichkeit, die aus dem Herzen des Lebensbaumesquillt, diese Blumen dir zur Erheiterung um ein Mährchen herumzu befestigen, wie du sie deinen Freunden mit jenem Gummi,das aus der Rinde der arabischen ^cooü, vor» quillt, um artigeBilder und Reime in schöner Anordnung ans Papier zu heften