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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
397
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Jungfrau, ach, erbarm dich sein!"Spricht sie, legt den kleinen BubenAuf des Altars höchste Stufe,

Wo sie einst auch ward gefunden.

Bleibe unten, bleibe unten,

Bete erst ein Vater unser!"

Hört sie jetzt den Knaben rufen,

Doch sie soll verloren sein.

Und sie zieht zum Thurm hinein;Steigt hinan die dunkeln Stufen,Immer schwächer hört sie rufen:Bleibe unten, bleibe unten!"

Bis die Stimme ganz verschwunden,Und Biondette, traumumwunden.Steiget jetzt die letzte Stufe,

Gehet zu dem Mahl hinein.

Rosablanken's Nadel fein,

Um die sie das Haar gewunden,Zieht sie aus der Locken Bunde,

Die ihr golden niederfluthen.

Nächtlich bloß den keuschen BusenTritt sie in die Zauberspuren,

Und von ihrem Herzen funkeltHell das goldne Röselein.