Druckschrift 
3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
396
Einzelbild herunterladen
 

3!>tt

Ei die Nacht ist wunderfein!

Vor der Kröt' auf hohem StuhleSingen Frosch und Unk' im PfuhleEine heil'gc Judenschnle!

Und der Irrwisch hüpft betrunkenWo der Musikant versunken,

Brünstig glühu Johannisfunken,

Wo jüngst fiel ein Jungfräulein

Als ihr Buhl' ihr stellt ein Bein,Und ihr Kränzlein ohn' VermuthenFiel in eines Schatzes Gluthen,

Der im Acker eingetrnhet

Blank zu ihren Füßen ruhet!

Heim trug sic den Schatz zur Stunde,Schwerer war noch viele PfundeIhr lebend'gcr Edelstein.

Schlaf, mein Püppchen, schlafe ein!"Also hat das Weib gesungenMit verwirrter, süßer Zunge,

Und der Zauber ist gelungen;

Denn Biondctte, schlummertrunken,Folgt des Zaubcrfadcns Zuge,

Geht zur Linde, und am BrunnenLiegt vor ihr ein Knabe fein.