382
Apo blicket scharf und schweigt.
Vor ihm fliegt auf dunkelm GrundeFlammend hin und her die Spule,Seine Sinne gehen unter.
Dunkler bald, bald wieder bunterWoget er in Traumes Wunder,
Bild und Weber ist verschwunden,
Und er glaubet sich allein.
Sieh! da springt mit blut'gcm ScheinFeuerschrift aus dunklem Grunde,
Und die Lettern laufen munterWie die Funken an dem Zunder,
Und Apone liest verwundert:
„Fest ist dieser Jungfrau TugendAn die Sünde angebunden,
Sie wird uns verderblich sein!
„Du bist blutig, sie ist rein!
Nur in Blutschuld geht sie unter;Wenn ein Mann aus ihrem Blute,
Den sie liebt, im Arm ihr ruhte!" —
Also las er, und in's DunkelIst die Schrift dann eingesunken.Schnell greift Apo nun zum KrugeVoll von gift'gem Zauberwein;