Die zerrissnen PerlenschnüreSä'ten eine ThränensaatZn des Schlafgemaches Thüre,
Der sich Rosablanke naht.
Und sie pochet; doch die KammerSchweiget, und sie geht hinein.
Ach! da tritt in Liefern JammerNoch die bange Jungfrau ein.
Weh, das Bettlein blutbeflecket,
Und zerstört das Saitenspiel!Rosablanka tief erschrecketAuf die Knie niederfiel.
Zu dem kleinen NonnenbildeRief sie unter Thränen aus:
„O du Antlitz, ernst und milde,
Blut und Tod^befleckt dies Haus!"
Und mit Angst und mit EntzückenFühlte sie, wie wundervollAus des Bildes stillen BlickenEine Helle Thräne quoll.
Und so ganz von Angst durchdrungenWeilt sie in dem bösen Haus,
Streckt die Hände schmerzgerungenZu dem Morgenlichte aus.