SL.
334
Läßt betrogen dann es fallenAuf des Springbrunns Marmorrand,Und er spielt mit süßem LallenMit dem süßen Frühlingstand.
Und der Vogel ohne SorgenStürzet ans dein Bann der NachtIn den goldnen lieben Morgen,
Der auf Thurmesspitzen lacht.
Sonn' und Vogel golden lachetAuf dem Kreuz, das himmlisch thront,.Und es sinket überwachetIn das Licht der blasse Mond.
Durch den grauen Morgen dringetDer prophet'sche Hahnenschrei,
Und die Schwalbe dichtend singetIhres Traumes Phantasei.
Sich, in einem frommen BlitzeFängt das Kreuz den Sonnenschein,Senkt ihn von des Thurmes SpitzeIn die stillen Straßen ein.
Und der Bettler, der geschlafenVor des Palast's Säulenkranz,
Hebt sich, da ihn Strahlen trafen,Still und dreht den Rosenkranz.