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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
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O du Büschel süßer Myrrhen,Zwischen meinen Brüsten hängend,Sag, wo deine Schafe irren,

Sich im Mittagsstrahle drängend!

Töchter Zions, meine BitteHöret, und den Freund mir wecket,Schlummernd vor der CederhütteUnter Rosen ausgestrecket!

Daß er blühend aufgerichtet,

Süße Freundin, zu mir spreche:Komme her, die Gott gedichtet,

All' die Rosen mit mir breche!

Sieh, verschwunden ist der Winter,Und dahin ist Sturm und Regen,Und die Blumen, Frühlingskinder,Spielen schon auf grünen Wegen!

Meine Wangen lieblich flimmern,In den Spangen, in der KetteSehe meinen Hals er schimmern,

Und es grünet unser Bette!

Wie die Traube Copher schwillstZu Engaddi in den Gärten,

Und der Lippen Kelch erfüllet,

Küss' ich meinen Lustgefährten!

UI.

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